DKMS Typisierungsaktion bei Schuchmann
Unser langjähriger Geschäftspartner und Freund Andreas Körber, Geschäftsführer vom Sanitätshaus medrob, ist aufgrund einer Erkrankung des blutbildenden Systems auf eine Stammzellenspende angewiesen. Aus diesem Grund haben wir in der vergangenen Woche eine DKMS -Typisierungsaktion veranstaltet.
Am 5. Dezember konnte sich jede und jeder, die oder der bisher noch nicht bei der DKMS registriert ist, ohne Aufwand und Kosten bei uns am Unternehmensstandort typisieren lassen. Neben einigen Kolleginnen und Kollegen, haben auch externe Freiwillige den Weg zu uns gefunden und sich getreu dem Motto „Stäbchen rein, Spender sein.“ typisieren lassen.
Wir sind Wiederholungstäter*innen!
Bei der Vorbereitung unserer Typisierungsaktion konnten wir auf Vorwissen zurückgreifen. Denn bereits im Jahr 2014 haben wir eine solche Aktion ins Leben gerufen. Damals haben wir bei der Suche nach einem geeigneten Spender oder einer geeigneteren Spenderin für die kleine Martje aus Osnabrück unterstützt. Ein Großteil unseres Teams ist daher bereits bei der DKMS registriert. Viele Menschen aus Osnabrück und Umgebung hatten sich damals angeschlossen und sich ebenfalls typisieren lassen. Mit Erfolg: Martje geht es heute gut und sie ist gesund!
Und das erhoffen wir uns auch für Andy! Denn ein Glück können wir verkünden, dass für ihn das passende „Match“ gefunden wurde. Schon einen Tag vor unserer Aktion erhielten wir die gute Nachricht. Nichtsdestotrotz danken wir allen, die sich für die DKMS registriert haben. Denn die Diagnose „Blutkrebs“ erhält alle 12 Minuten ein Mensch in Deutschland und je schneller ein genetischer Zwillung gefunden wird, desto größer sind die Überlebenschancen der Patientinnen und Patienten.
Ein Danke an die DKMS
Damals wie heute gilt: Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei war absolut unkompliziert, unbürokratisch und angenehm! Innerhalb kürzester Zeit waren alle nötigen Unterlagen und Materialien bei uns, die wir für die Typisierungsaktion brauchten. Vielen Dank an dieser Stelle für die unkomplizierte Abwicklung.
Warum sollte ich mich bei der DKMS registrieren?
Wie zuvor erwähnt, erhält alle 12 Minuten in Deutschland ein Mensch die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs, weltweit alle 27 Sekunden. Blutkrebs ist nach wie vor die häufigste Form von Krebs bei Kindern. Viele Patientinnen und Patienten können ohne eine lebensrettende Stammzellspende nicht überleben, und mit der Suche nach geeigneten Spenderinnen und Spendern beginnt immer auch ein Wettlauf gegen die Zeit. Je schneller ein „Match“ gefunden wird, desto größer sind die Überlebenschancen der Patientinnen und Patienten.
Was heißt eine Stammzellenspende für mich?
Solltest du für eine Spende in die engere Auswahl kommen, werden diverse Untersuchungen vorgenommen, um sicherzustellen, dass du wirklich das passende „Match“ bist. Dazu gehören u.a. eine Bestätigungstypisierung sowie eine umfangreiche medizinische Voruntersuchung. Wenn einer Stammzellspende nichts mehr im Weg steht, kommen zwei unterschiedliche Entnahmeverfahren infrage:
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Die periphere Stammzellenspende (in 90 % der Fälle)
- Der Spenderin oder dem Spender wird über 5 Tage der Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht, der auch natürlich im Körper vorhanden ist. Dieses Medikament steigert die Anzahl der Stammzellen im peripheren Blut, die dann über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Blut gewonnen werden.
- Während der Gabe des Medikaments können grippe ähnliche Symptome auftreten, die aber rasch wieder abklingen.
- Die Entnahme dauert normalerweise drei bis höchstens fünf Stunden. Dieses Verfahren wird bei der DKMS seit 1996 angewandt. Spätfolgen sind nach dem heutigen Forschungs stand nicht bekannt.
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Die Knochenmarkspende (in 10 % der Fälle)
- Besonders viele der lebenswichtigen Stammzellen finden sich im Knochenmark des Beckenkamms.
- Unter Vollnarkose wird den Spender*innen ca. 1 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch entnommen.
- Innerhalb weniger Wochen regeneriert sich das Knochenmark von selbst.
- Nach der Entnahme kann für wenige Tage ein lokaler Wundschmerz entstehen, ähnlich dem einer Prellung.
- Zur Knochenmarkentnahme ist ein Aufenthalt von 2 bis 3 Tagen im Krankenhaus notwendig. Anschließend sollten ein paar Erholungstage zuhause eingeplant werden.
- Das Risiko der Knochenmarkentnahme ist gering. In Einzelfällen kann es wie bei jedem chirurgischen Eingriff zu Infektionen, Blutergüssen oder Wundheilungsstörungen kommen.





